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Die Geschichte des Palais Porcia ist untrennbar mit der Geschichte Klagenfurts verbunden.

Klagenfurt war bis zum 24. April 1518 kaiserlich und wurde an diesem Tag von Kaiser Maximilian I. den Kärntner Landständen geschenkt. Ab diesem Zeitpunkt war Klagenfurt die Landeshauptstadt von Kärnten. Aus einer kleinen Siedlung mit ca. 70 Häusern und rund 700 Bewohnern wurde - nach der ersten Stadterweiterung durch die Stände - eine ansehnliche Stadt mit mehr als 70 000 Einwohnern.

Im Zuge des Aufbaus der Stadt entstand auch das Palais Porcia, welches nicht nur vom Geschlecht der Porcia bewohnt wurde, sondern in weiterer Folge auch von den Rauschern, Garzarolli oder Wittgenstein. Es war ein Herrschaftshaus, das allmählich zu einem Zinshaus mit Kanzleien, Wohnungen und Geschäften wurde. Noch vor dem Ersten Weltkrieg konnte man im imposanten Stiegenhaus eine lebensgroße Steinskulptur Karls des V. mit der Jahreszahl 1566 sehen. Daneben der Spruch: Der ist ein wahrer Mann und gut von Götterblut, der, wenn er schaden kann, sein‘ Feinden Gutes tut. Dieser Spruch ist heute an der Außenfassade des Hauses zu finden.

Historisch nachgewiesen ist auch, dass von Juni 1706 bis Mai 1712 die Grafen von Wittelsbach im Palais Porcia gewohnt haben. Hierbei handelte es sich um die 4 älteren Söhne des Kurfürsten von Bayern.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts war im Parterre des Hauses das Café Dorrer untergebracht, das zu den größten Kaffeehäusern der Stadt zählte. Das „Dorrer-Haus“ – wie es genannt wurde - war eines der gesellschaftlichen Mittelpunkte der Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging es mit dem Kaffeehaus rapid bergab.

Im Jahr 1968 befand sich das Gebäude im Besitz des Klagenfurter Fleischermeisters Rom. Laut Zeitungsberichten wurde das Haus als einsturzgefährdet bezeichnet und die Behörde schrieb vor, dass es bis zum 31. Dezember 1968 abgetragen werden muss. Während dieser Phase erwarb das Ehepaar Dr. Kurt und Inge Unzeitig das Palais Porcia. Laut einer Auflage des Bundesdenkmalamtes, musste die Fassade, welche unter Denkmalschutz stand, von Fachleuten abgenommen werden. 1969 wurde im Auftrag des Ehepaars die rund 200 Jahre alte Barockfassade vom Klagenfurter Bildhauer Arnulf Pichler abgetragen und aufwändig restauriert. Der gesamte Gebäudekomplex wurde neu errichtet und die denkmalgeschützte Fassade unter großem Medieninteresse wieder angebracht. Dies wurde allgemein als glückliche Verbindung von Tradition und Moderne gefeiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


In einem Teil des ehemaligen Palais‘ wurde das Kaufhaus Quelle untergebracht, das erste Kaufhaus der Landeshauptstadt Klagenfurt. Im 3. und 4. Stock des Gebäudes errichtete das Ehepaar Unzeitig das Hotel Palais Porcia. In den ersten Jahren betrieb die Familie das Hotel selbst, dann verpachtete sie es der Zuckerbäckerfamilie Musil. In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde das Hotel durch die Familie Dr. Unzeitig vollständig renoviert und neu gestaltet.

Aufgrund der großen Sammlerleidenschaft des Ehepaars Unzeitig wurde das Hotel Palais Porcia dahingehend gestaltet, dass Kunst im Vordergrund stand und steht. Im Hotel befinden sich Originalgemälde u.a. von Friedrich von Amerling, Carl von Blaas, Hans Makart oder Lampi.

Die im Haus befindlichen Perserteppiche haben sich teilweise im Besitz der Familie des Schahs von Persien befunden. Die verwendeten Seidentapeten in den Suiten und Businesszimmern wurden zum Großteil extra angefertigt. Eines der heutigen Wahrzeichen des Palais‘ ist die Maskenbar. Maskenbar deshalb, weil in diesem herausragenden Werk der Schnitzkunst rund 40 Masken in die einzelnen Felder, Linien, Bänder etc. eingearbeitet sind. Die drei Figuren Bacchus, Weinträgerin und Venus runden das Gesamtbild dieses Kunstwerks ab.

Auch fand das Relief von Karl V. aus dem 1566 wieder zurück in sein altes Zuhause.

In den folgenden Jahren hat man immer behutsam versucht, das historische Ambiente mit den neuesten technischen Standards zu vereinen. Das nach wie vor als Familienbetrieb geführte Hotel Palais Porcia beherbergt heute 35 Zimmer und Suiten.

Was vor Jahrhunderten als Sitz der Landstände begann, hat hinter einer neuen Fassade und einem neuen Dach mit einer großen Anzahl von Stammgästen und vielen prominenten Gästen seine Fortsetzung gefunden.

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